Favoriten setzen sich erwartungsgemäß durch

HG Königshofen/Sachsenflur bei den Frauen und der TV Hardheim bei den Männern holen sich die Pokale / HSG Dittigheim/TBB mit Achtungserfolgen

Zum vierten Mal ermittelte der im Jahre 2015 neu gebildete Handballkreis Neckar-Odenwald-Tauber seine Pokalsieger in Turnierform. Dabei hat sich der „Final-Four“-Modus mit einer Spielzeit von jeweils 2 mal 25 Minuten bewährt. Die Veranstaltung in der Grünewaldhalle wurde von der HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim durchgeführt und war ein riesiger Erfolg, ein sportliches Highlight im Handballkreis. Bei den Männern hatten sich neben den gesetzten Teams, Badenligist TV Hardheim und Verbandsligist HG Königshofen/ Sachsenflur, für dieses Turnier noch die beiden Landesligisten TV Mosbach und HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim qualifiziert.
Natürlich ging der TV Hardheim erneut als großer Favorit in dieses „Final-Four“, obgleich die Mannschaft in dieser Saison in der Badenliga nicht so erfolgreich agierte wie in den letzten Jahren.

Halbfinalspiele der Männer

Zum Auftakt trafen im ersten Halbfinale mit Gastgeber HSG Dittigheim/ Tauberbischofsheim und der HG Königshofen/Sachsenflur zwei alte Bekannte aufeinander. Beide präsentierten sich in der laufenden Saison in ihren Ligen bisher mit recht unterschiedlichen Leistungen. Die HSG schwimmt auf einer Erfolgswelle und zählt in der Landesliga zweifellos zum erweiterten Kreis der Titelanwärter. Ganz anders die HG: Sie fand bisher noch nicht recht zu ihrem Spiel und steht nach Abschluss der Vorrunde am Tabellenende der Verbandsliga.
Beide Teams begannen recht nervös mit vielen technischen Fehlern. Tore blieben zunächst Mangelware. Nach dem 3:3 in der 10. Minute hatte die HSG für einige Minuten einen völligen Blackout und vergab gleich mehrere klarste Chancen. Königshofen/Sachsenflur nutzte diese Schwäche und legte vier Treffer zum 8:4 vor. Doch die Kreisstädter kamen schnell wieder zurück und warfen sich bis zur Pause auf 8:9 heran.
Nach dem Wechsel boten sich die Kontrahenten ein Spiel auf Augenhöhe. Die Partie wogte hin und her, keine Mannschaft konnte sich absetzen. Zwei Minuten vor Spielende beim Spielstand von 17:17 dezimierte sich die HG Königshofen/Sachsenflur durch zwei grobe Fouls selbst. In Überzahl markierte die HSG den Siegtreffer zum 18:17 Endstand. Das Team stand damit im Finale.
Im zweiten Halbfinale musste der TV Mosbach gegen den klaren Favoriten TV Hardheim antreten. Die Neckartäler starteten recht selbstbewusst in die Partie und rechneten sich durchaus Außenseiterchancen aus, schließlich spielen sie in der Landesliga eine starke Runde und zählen hier ebenfalls zum Kreis der Titelaspiranten. Und Mosbach schaffte es den TVH gewaltig zu ärgern. Nach kurzem Abtasten stand es schnell 2:2. In der Folgezeit ließ Hardheim gleich serienweise Chancen liegen und bekam dafür prompt die Quittung. Mosbach schaffte über 4:2 und 5:3 bis Mitte der Halbzeit einen drei Tore Vorsprung zum 9:6. Die Erftäler ließen sich dadurch nicht beirren und kamen bis zur Pause wieder auf 10:11 heran. Im zweiten Spielabschnitt machte der TVH im Auslassen klarster Torchancen da weiter wo er aufgehört hatte. Mosbach blieb dadurch weiter im Spiel und lag bis zur 35. Minute noch zwei Tore vorne (16:14). Mit zunehmender Spieldauer wurden die Hardheimer Angriffe immer zwingender und bescherten dem Team beim 18:17 erstmals eine Führung. Die letzten zehn Minuten gehörten dann dem Favoriten, der am Ende einen knappen 23:20 Sieg einfuhr.

Finale der Männer

Damit standen sich im Endspiel die HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim und der TV Hardheim gegenüber. In einem unterhaltsamen, spannenden Match boten sich beide Mannschaften über weite Strecken ein Spiel auf Augenhöhe. Hardheim forderte mit seinen schnellen Angriffen von der gegnerische Abwehr Höchstleistung, doch die HSG ließ sich nie abschütteln und kämpfte sich immer wieder heran. Über 3:3, 6:6 und 10:10 lag der Favorit zur Pause dennoch mit zwei Treffern 12:10 vorne. Einen ähnlichen Verlauf nahm die Partie auch im zweiten Spielabschnitt. Bis zur 40 Minute beim Stand von 17:17 war der Ausgang offen. Erst in der Schlussphase konnte der Badenligist das Match mit 23:20 für sich entscheiden. Damit ging der Kreispokal zum vierten Mal in Folge an den TV Hardheim.

Finale der Frauen

Bei den Frauen stand nur das Finale auf dem Programm. Gesetzt hierfür waren Badenligist HG Königshofen/Sachsenflur, das freie Ticket hatte sich die drei Klassen tiefer in der Bezirksliga beheimatete HSG Taubertal in einem Qualifikationsturnier erkämpft. Natürlich starteten die Messestädterinnen als klare Favoriten in dieses Match Der HSG dagegen ging es vor allem darum, sich möglichst teuer zu verkaufen und achtbar aus der Affäre zu ziehen. Doch die Kreisstädterinnen überraschten den Gegner mit ihrem selbstbewussten Auftreten. Nach dem 3:3 spielten sie sich regelrecht in einen Rausch und warfen mit sechs Treffern in Folge eine 9:3 Führung heraus. Eine Sensation lag in der Luft. Der Favorit wirkte angeschlagen, allerdings ließ er sich nicht aus der Fassung bringen und verkürzte den Rückstand bis zur Pause über 9:11. auf 12:14.
Auch nach dem Wechsel mischte die HSG weiter munter mit. In der 37. Minute ging Königshofen/Sachsenflur erstmals mit 17:16 in Führung. Doch die HSG steckte nie auf und kämpfte bis zu Schlusspfiff. Am Ende holte sich die HG Königshofen/Sachsenflur recht glücklich mit einem denkbar knappen 23:22 Erfolg zum vierten Mal in Folge den Pokal.

Bericht: Berthold Freund