Handball

Historie:

(Quellen: Festzeitschrift „50 Jahre TV 1937 Dittigheim e.V.“, FN-Veröffentlichung 2006 zu  „60 JAHRE HANDBALLKREIS“, Helmut Ebert sowie sonstige noch existente Vereinsunterlagen des TVD)

1937: Bereits am 23. Februar wird der Beschluss gefasst, das Handballspiel im Verein aufzunehmen. Am 28. März findet auf dem Dittigheimer Sportplatz die erste Begegnung gegen den amtierenden Badischen Jugendmeister, den TV 1898 Mannheim-Seckenheim statt. Das Spiel endet mit einer Niederlage von 1:27. Seinen zweiten Gegner, den TV Sachsenflur bezwingt die Dittigheimer Mannschaft eine Woche später mit 10:3 Toren. Spielwart ist Ernst Hellmuth, der fortan im Verein für den Handballspielbetrieb sorgt. Am 17. Mai feiert man im Vereinslokal „Engel“ die Patenschaft mit dem TV Hardheim.

Bild TV-Mannschaft 1938

1938: Am 1. Mai spielt erstmals eine Mädchenmannschaft des TV an. Ihr erstes Spiel gewinnen die Dittigheimerinnen gegen den ETSV Lauda mit 3:2. Die Männermannschaft beteiligt sich erstmals an einer Verbandsrunde und belegt unter sieben Mannschaften einen beachtlichen Mittelplatz. In den ersten Vereinsjahren werden mit den Vereinen aus Hardheim, Sachsenflur, Höpfingen, Tauberbischofsheim und Bobstadt Freundschaftsspiele ausgetragen.

 1940: Die Damenmannschaft wird Kreismeister und erhält somit  die Teilnahmeberechtigung an den Badischen Jugendmeisterschaften.

1943: Wegen der Kriegsereignisse können ab 1943 keine Spiele mehr ausgetragen werden.

1946: Zeitgleich mit der Wiederaufnahme der Vereinstätigkeit wird auch das Handballspielen wieder aufgenommen. Mit Männer-, Damen- und Jugendmannschaften bestreitet der TV Punkt- und Freundschaftsspiele. Ebenso werden abgehaltene Turniere in der näheren und weiteren Umgebung besucht. Die erste Mannschaft wird in Sinnsheim Turniersieger. Die Anfahrt zu den Austragungsort des Turniers  gestaltet sich schwierig. Das Beförderungsmittel, ein Holzvergaser, hatte in Obrigheim an der Fähre ausgesetzt. Mit Verspätung angekommen wird dennoch das Turnier gewonnen.

1949: Die Männermannschaft  schließt die Verbandsrunde 1948/49 mit dem Kreismeistertitel ab. Nach dem entscheidenden Spiel gegen den TSV Dittwar wird mit der Dorfmusik in einem Triumphzug durch den Ort gezogen. Die Jugendmannschaft erringt ebenfalls die Kreismeisterschaft. Ein am 28. August in Dittigheim durchgeführtes Turnier mit sieben teilnehmenden Mannschaften wird mit einem Festzug sowie einem Staffellauf umrahmt.

1951/1952: Die Jugendmannschaft wird 1951 Odenwaldmeister, Die Folgespiele um die Badische Jugendmeisterschaft gegen Mannschaften wie die Spvgg. Ketsch werden erwartungsgemäß verloren. Am 21.Juni nimmt die erste Männermannschaft erstmals an einem Hallenturnier in Mosbach teil. Das Zeitalter des Hallenhandballs beginnt. Da seit 1950 die Handballmannschaften im Kreis Tauberbischofsheim stark abgenommen hatten, suchen die übrig gebliebenen Vereine aus Dittigheim, Hardheim und Wertheim nach einem neuen „Betätigungsfeld“. Sie werden in den Spielbetrieb des Bezirks Unterfranken aufgenommen, Am 16. Dezember 1951 ist Dittigheim bei den Hallenmeisterschaften dabei. Da am 23. März 1952 auch die Feldrunde im Kreis Würzburg beginnt, wird zeitgleich auf dem Großfeld und in der Halle gespielt. In den ersten Jahren belegt Dittigheim gute Mittelplätze.

 1955: Am 10. Dezember veranstaltet der TV in der neu erstellten Stadthalle in Tauberbischofsheim erstmals ein Hallenhandballturnier.

 1957-1968:  Die Folgejahre waren geprägt von zahlreichen Erfolgen der Männer- und Jugendmannschaften auf dem Feld und in der Halle. Gespielt wurde nicht unter dem Badischen- sondern unter  Bayerischen Handballverband. Nachfolgend sind ein Großteil dieser Erfolge festgehalten: 1957: Die Jugendmannschaft wird bei der Hallenrunde im Kreis Würzburg Zweiter. Damit ist man zur Teilnahme an den unterfränkischen Meisterschaften in Aschaffenburg berechtigt, wo man einen beachtlichen fünften Platz erzielt. 1959: Die A-Jugend wird in der Hallenrunde Kreismeister, die erste Mannschaft Vizemeister. 1961: Die erste Mannschaft erringt auf Großfeld den Kreismeistertitel, der A-Jugend gelingt das gleiche in der Hallenrunde. 1964: Die A-Jugend wird in Feld und Halle Kreismeister, dazu erreicht sie bei den Unterfränkischen Meisterschaften in beiden Spielarten die Vizemeisterschaft. 1965: Die erste Mannschaft wurde im Kreis Würzburg erneut Kreismeister und steigt somit in die Bezirksklasse Unterfranken auf. Die A-Jugend wird erneut Meister in Feld und Halle. 1966: A-Jugend wird erneut Kreismeister im Kreis Würzburg in der Hallenrunde. 1967: Die A-Jugend wird auf Großfeld Vizekreismeister im Kreis Würzburg, bei den Odenwaldmeisterschaften holen sie sich den Titel. 1968: Der ersten Mannschaft gelingt es, Meister im Großfeld und in der Halle zu werden. Man packt wieder einmal den Aufstieg in die Bezirksklasse Unterfranken, wozu es aber nicht kommen wird.

1968: Das seit 16 Jahren bestehende Gastspielrecht im Bayerischen Handballverband wird aufgelöst, der TV wird dem Badischen Handballverband mit der Folge unterstellt, dass der Spielbetrieb wieder im Kreis Buchen-Tauberbischofsheim durchzuführen ist. Um für den Handball in der Region zu werben, lädt der TV Dittigheim die Bundesligavereine Frisch Auf Göppingen und TSV Birkenau ein. Deren Gegner sind jeweils eine kombinierte Mannschaft von Spielern des TV Hardheim und des TV Dittigheim, Austragungsort beider Spiele ist die Sporthalle in Königshofen.

1970-1987: In den siebziger Jahren kommt das Ende des Großfeldhandballspiels und damit verbunden das Ende der Handball-Sommerrunde. In der Region fehlt es an den Gegnern des Großfelds, weshalb man sich in Dittigheim in den Raum Kitzingen bzw. nach Heilbronn orientiert und erfolgreich an den dortigen Großfeldrunden teilnimmt. Im Kreis Kitzingen erreicht man 1972 den Kreismeistertitel.
Die Entwicklung zum reinen Hallenhandballspiel ist nicht mehr aufzuhalten. Der Wechsel vom Feld in die Halle wird aber keineswegs verschlafen, was Dittigheims Männermannschaft von 1972 bis 1987 bei acht im Handballkreis Buchen-Tauberbischofsheim teilnehmenden Hallenrundenteilnahmen mit insgesamt sieben Kreismeister- und einem Vizemeistertitel beweist. Sieben mal war man in dieser Zeit in der leistungsstarken Landesliga Nord dabei. Der siebte (1974/75) bzw. der sechste (1983/84) Tabellenplatz in der leistungsstarken Landesliga Nord sind die beachtlichen Erfolge dieser Handballgeneration.
Grundstock dafür ist die intensive Vereinsjugendarbeit: Allein 1972 schaffen es drei Jugendmannschaften die Meisterschaft in Halle und auf dem Feld zu gewinnen. In diesem Jahr erfolgt auch der Wiederaufbau einer Mädchenmannschaft.  1985/86 ist die Saison der Frauen: Vierter Tabellenplatz der Damenmannschaft, Vizemeisterschaft für die weibliche A-Jugend und der Meistertitel der weiblichen C-Jugend zeigen zweifelsfrei, dass man auch bei den Damen den Anschluss an die Spitze im Handballkreis Buchen-Tauberbischofsheim geschafft hat. In der Saison darauf erkämpfen die Damen  gar den Vizemeistertitel.

Bild: weibliche a und c Jugend 1987

 1989/1990: Die HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim wird aus den Männermannschaften des TV Dittigheim und des TSV Tauberbischofsheim gegründet. Das Harzverbot wird eingeführt.

1995/1996: In Königshofen findet das Werbespiel Königshofen gegen Dynamo Astrachan statt. Die Damen der HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim steigen in die badische Oberliga und die Männer von Buchen und der HSG steigen in die Landesliga auf. In Tauberbischofsheim spielt die Odenwaldauswahl gegen die Taubertalauswahl auf dem Großfeld anlässlich des 50. Geburtstages des Sportkreises Tauberbischofsheim gegeneinander.

2001: In Tauberbischofsheim wird die neue Sporthalle am Wört eröffnet. Hierzu bestreiten die HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim und Bundesligist SG Wallau/Massenheim das Eröffnungsspiel.
Die Zahl der Vereine im Handballkreis nimmt von ehemals 13 Klubs auf noch acht Vereine ab. Ein geordneter Spielbetrieb ist fast nicht mehr möglich, doch im Interesse der kleinen Vereine wird nochmals eine Spielrunde angeboten.

2003: Die Männermannschaft der HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim feiert mit dem Rundensieg und dem damit verbundenem Titel des Badischen Meisters seinen bisher größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte und steigt wie ein Jahr zuvor die HG Königshofen/ Sachsenflur in die Baden-Württemberg-Liga auf.

Bild: Badischer Meister 2002/2003

In Tauberbischofsheim findet für einen an Krebs erkrankten Handballer ein Benefizspiel statt. Hier stehen sich eine verstärkte Mannschaft der HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim sowie der russische Spitzenklub Dynamo Astrachan gegenüber. Seitens der Taubertäler läuft auch Ex-Nationalspieler Bernd Roos auf.

2004: Im Januar stehen sich die Vereine HG Königshofen/Sachsenflur und der HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim im Derby der Baden-Württemberg-Liga vor 1300 Zuschauern gegenüber.

2005: In Tauberbischofsheim geben sich die Handball-Weltmeister von 1978 mit Kurt Klühspies, Winni Damm und Co. ein Stelldichein. Im Rahmen eines Benefizspiels für Joachim Deckarm schlagen sie eine Taubertal-Auswahl, bestehend aus Akteuren von Dittigheim/Tauberbischofsheim und Königshofen/Sachsenflur.

2006: Der Handballkreis wird seit seiner Wiedergründung 60 Jahre alt. Aus diesem Anlass findet neben anderweitigen Veranstaltungen im Sommer in Tauberbischofsheim ein Vergleich zwischen einer Herren-Kreisauswahl und dem Bundesligisten SG Kronau/Östringen. Das Ergebnis dieser Begegnung ist nebensächlich. Das Ereignis selbst betitelt der frühere Vorsitzende des Handballkreises Buchen-Tauberbischofsheim Helmut Ebert in seiner Zusammenstellung „60 Jahre Handballkreis“ als das absolute Highlight des Jahres.

(eine Fortsetzung der Handballchronik an dieser Stelle folgt)

bisherige Abteilungsleiter Handball:

Ernst Hellmuth                         1937-1944, 1947, 1951-1952,
Albert Engert                           1946, 1956
Gustav Mäurer                        1948-1950, 1953-1955
Edmund Frank                        1957-1958
Otto Schimpf                            1959-1962
Oskar Hemberger                   1963-1966
Kurt Wöppel                             1967-1970
Ludwig Menth                          1971-1975
Gottfried Hepp                        1976-1977
Hermannn Koller                   1978-1982
Peter Hepp                                1983-1984
Berthold Freund                     1985
Karl-Otto Hartmann             1986
Michael Hönninger               1986-1994
Dieter Reichert                       1994-2006
Helmut Drawert                      2006-2008
Dirk Wagner                              seit 2008

TVD, König