TV Dittigheim

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1936 – 1987

(Quellen: Festzeitschrift „50 Jahre TV 1937 Dittigheim e.V.“, sonstige noch existente Vereinsunterlagen)

 

1936: Am 5. November wird in Dittigheim eine Versammlung einberufen, bei der Franz Hemberger einen Vortrag über „Turnen und Sport“ hält. Hemberger, im August 1936 als Finanzbeamter von Baden Baden nach Tauberbischofsheim versetzt, nahm mit seiner Familie seinen Wohnsitz in Dittigheim. An jenem Abend beschließen die Anwesenden, in Dittigheim einen Turnverein zu gründen.

 

1937: Am 15. Januar findet im Nebenzimmer des Gasthauses „Zum Engel“ unter der Leitung von Franz Hemberger die Gründungsversammlung statt. „Vereinsführer“ wird Gustav Schimpf, der Verein erhält den Namen „TV Jahn“. Von Anfang an werden im TV die Sportarten Handball, Leichtathletik, Turnen (Bild) mit Faustball, Prellball und Wandern angeboten. Für ihre Übungsstunden steht den ersten Turnerinnen und Turnern der Saal des Gasthauses „Zum Engel“ zur Verfügung. Für das Training im Freien stellt die Gemeinde den Jahre zuvor von der DJK angelegten Sportplatz zur Verfügung. Der TV Hardheim übernimmt am Pfingstmontag, dem 17. Mai die Patenschaft des jungen Sportvereins.

 

1944: Während des zweiten Weltkriegs werden viele TV-Mitglieder eingezogen. Der Sportbetrieb kann nur noch bedingt aufrechterhalten werden, bis er 1944 gänzlich abbricht.

 

1946: Mit Genehmigung der US-Militärregierung wird die Vereinstätigkeit wieder aufgenommen. Auf Anregung von Franz Hemberger und Ernst Hellmuth kommt die Mehrzahl der alten Vereinsmitglieder mit den Neubürgern zusammen, der Sportbetrieb wird wieder aufgenommen. In der ersten Generalversammlung nach dem Krieg wird Ernst Hellmuth zum Vereinsvorsitzenden gewählt, Sportwart und Abteilungsleiter Turnen wird Franz Hemberger, Abteilungsleiter Handball Albert Engert. Es entwickelt sich ein reger Sportbetrieb und der bisher vorhandene Raum reicht nicht mehr aus. Der Wunsch nach einer Turnhalle wird – trotz einer leeren Vereinskasse – immer stärker.

Gesellige Veranstaltungen sind beim TV von Anfang an großgeschrieben. Es finden jährliche Weihnachtsfeiern, am Anfang noch mit Theateraufführungen, statt. Ältere Vereinsmitglieder wissen auch noch von früheren Weinfesten und Faschingsveranstaltungen mit Umzügen und närrischen Handballspielen an den Faschingsdienstagen zu berichten.

 

1949: Im November findet eine Getreidesammlung statt, eine von mehreren Spenden- und Sammelaktionen, deren Zweck es war, die Mittel für den späteren Bau einer Turnhalle zusammenzutragen.

 

1952-1954: Am 9. Mai wird der Verein in das Vereinsregister beim Amtsgericht Tauberbischofsheim eingetragen. Der Vorsitzende Michael Barthelme stellt sein oberhalb des Sportplatzes gelegenes Grundstück im Tausch mit der Gemeinde gegen ein anderes zur Verfügung, worauf eine Turnhalle entstehen sollte. Am 3. September berichtet eine örtliche Zeitung über Dittigheims Wunsch nach einer vereinseigenen Turnhalle und bemerkt dazu, „dass sich der Turn- und Sportverein ein sehr schönes, aber auch sehr hohes Ziel gesteckt hat, das er wohl nie erreichen wird und kann“. 

27.09.52: Spatenstich durch BGM Oskar Weinig

Nach dem Plan des Architekten Ruthardt aus Boxberg erstellt Baumeister Löffler aus Gissigheim zusammen mit vielen Mitgliedern die Turnhalle. Die letzten noch fehlenden finanziellen Mittel werden mit einem Darlehen zusammengebracht, wofür zehn Vereinsmitglieder bürgen. Die Einweihung der fertiggestellen Turnhalle findet am 12./13. Juni 1954 mit einem großen Festakt statt.

 

1973-1975: Mit Hilfe der Gemeinde beginnt 1973 eine erste Erweiterung der Turnhalle. Sie wird entsprechend vergrößert, ein Vereinszimmer wird neu erstellt, Küche, Umkleideräume und Sanitäranlagen werden verbessert. Auch dieser Umbau gelingt wiederum nur durch unzählige freiwillige Arbeitsstunden der Mitglieder. Verantwortlich zeichnen für diesen ersten Erweiterungsbau die damaligen Vorstände mit seinen Vorsitzenden Herbert Hönninger und Peter Hepp (letzterer ab 1975). Am 6. Juni 1975 wird anlässlich einer eindrucksvollen Einweihungsfeier der Erweiterungsbau übergeben.

 

bis und nach 1975: Im Laufe der Jahre wird der Sportplatz mehrfach neu gestaltet, wobei wiederholt die Leichtathletikanlagen verbessert werden. 1975 wird wegen der Hochwassergefahr der gesamte Platz durch Auffüllung des damaligen Fußgängerzonenbauschutts höher- und grundlegend neu angelegt.

 

1980: Zur Sportplatzanlage kommt eine Leichtathletik-Kunststoffanlage (100m-Laufbahn, Weitsprunggrube und Kugelstoßanlage) hinzu. Das gesamte Areal wird zur Tauber zu eingezäunt.

 

1985/1986: 1985 werden unter dem Vorstand mit dem Vorsitzenden Josef Spiesberger nach reiflicher Überlegung, das bestehende Angebot einer großzügigen Bezuschussung von Seiten der Stadt Tauberbischofsheim für eine gründliche Turnhallen-Überholung angenommen. Der bis dahin bestehende Komplex sollte um einen Bühnenanbau, Geräteräume sowie Umkleide- und Duschräume erweitert werden. Weitere anstehende Arbeiten sind die Verlegung der WC-Anlagen in den hinteren Teil der Halle, die Erweiterung bzw. Erneuerung von Küche, Vorratsraum und Garderobe. Spiesberger bildet einen unter der Verantwortung von Hubert Schmitt, Dieter Hellmuth und Walter Progl stehenden Bauausschuss, er benennt Kurt Wöppel als den  Bauwesen-Kassenwart  und ruft die Mitglieder zur Mithilfe durch freiwillige Arbeitsleistungen auf. Mit den Arbeiten wird 1986 begonnen.

 

1987: Am Abend des 1. August wird anlässlich des Festbanketts zum 50jährigen Bestehen die umgebaute Turnhalle

Ende Mai 1987: TV-Halle kurz vor Fertigstellung

 

Aus einer kleinen Schar von Männern, die am 15. Januar 1937 den Turnverein Dittigheim aus der Wiege heben, entwickelt sich eine Gemeinschaft, die, damals wie heute, aus dem sportlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben von Dittigheim nicht wegzudenken ist.

 

 

 

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