Turnen und Leichtathletik

(Quelle: Festzeitschrift „50 Jahre TV 1937 Dittigheim e.V.“)

 

Seit seiner Gründung 1937 hat der Verein auch die Sportarten Leichtathletik, Turnen mit Faustball und Prellball in seinem Programm mit aufgenommen. Viele Jahre sind die beiden Sportgruppen Turnen und Leichtathletik getrennte Abteilungen. Erst 1975 erfolgt deren Zusammenschluss.

 

1937: Bereits am 02. Mai ist man nach den vorangegangenen Turnabendstunden soweit, dass man auf dem Sportplatz einen Vereinswettkampf durchführt, dem sich 35 Teilnehmer stellen.  Im September finden erstmals die Leichtathletik-Ortsmeisterschaften statt, die bis 1940 jährlich wiederholt werden. Der TVD ist auch beim 90jährigen Vereinsjubiläum des TV Wertheim vertreten.

 

1938-1942: Abhalten des Bergfestes in Dittigheim,

Bergfest 1938 in Dittigheim

Teilnahme beim Badischen Landesturnfest in Mannheim. Abhalten eines Leichtathletikclubkampfs gegen Hardheim und Unterschüpf (1939). Leichtathletikwettkampfveranstaltung unter großer Beteiligung in Dittigheim (1940). Erster Waldlauf auf dem Höhberg. Achter Platz für den Vereinsgründer Franz Hemberger bei den Deutschen Turnmeisterschaften in Ulm (1941). Dittigheimer Waldlauf und und Volksturntag (1942), danach ruhen die sportlichen Wettkampfaustragungen.

 

1946: Der Turnbetrieb wird wieder aufgenommen. Der aus Schlesien stammende Karl Irmer, neben Handball- und Leichtathletik-Anhänger  auch ein begeisterter Faustballer, wird in Dittigheim sesshaft.

 

1947: Die Ortsmeisterschaften stehen auf dem Dittigheimer Wettkampfprogramm. Es wird am Jubiläumsfest des TV Bad Mergentheim und dem Tauberbischofsheimer Stadtstaffelllauf teilgenommen. Am 23/24. August feiert man das zehnjährige Vereinsbestehen.

 

1950: Karl Irmer wirbt erfolgreich bei seinen Sportskameraden für den Faustball, ab Mai werden regelmäßig Spiele Faustballspiele ausgetragen. Unter der Teilnahme aller Kreisvereine findet im Juli das erste Kreisturnfest statt.

 

ab 1953:  In der Folgezeit sind regelmäßig Dittigheimer Leichtathleten bei den Deutschen Turnfesten in Hamburg (1953), München, Essen, Berlin, Stuttgart, Hannover, Frankfurt, Berlin (1968) vertreten. Ob beim Fünfkampf der Jugend oder beim Wahlwettkampf. Teilnehmende Sportler aus Dittigheim erreichen mitunter beachtliche Platzierungen bei bisweilen mehr als 2000 Teilnehmern. Die Faustballmannschaft wird 1954 erstmals Gaumeister, im August erreichen sie in Bruchsal zweiter Nordbadischen Vizemeistertitel.

 

1957/1959: Erstmals findet 1957 in Dittigheim der Kreisturntag statt. Im Sommer werden die Faustballer erneut Gaumeister, beim Landesturnfest in Mannheim  belegen sie den vierten Platz. Im August 1957 nimmt der Verein aktiv am beim Wiesenfest der katholischen Kirchengemeinde teil. Das erste Kreiskinderturnfest findet am 19. Juli 1959 in Dittigheim statt. Über 200 Kinder aus dem gesamten Kreisgebiet nehmen an dieser Sportveranstaltung teil.

 

ab 1960: Im Verein versteht man sich auf eine gute Nachwuchsarbeit. Mit einer großen Anzahl an Teilnehmern werden in den Folgejahren die gerade für Schüler und Schülerinnen geeigneten Wettkampfveranstaltungen besucht und bei vielen dieser Sportfeste, wie dem Gaukinderturnfest 1961 in Lauda  ist der TVD-Nachwuchs auf den vordersten Plätzen zu finden. Walter Szeitszam, Lothar Schlundt, Udo Hemberger und Rainer Irmer sind die TV-Athleten, die den Sprung in die Spitze der Badischen Leichtathletik-Jugend schaffen. Von 1963 bis 1969 waren sie gefürchtete Gegner bei den Badischen Schüler- und Jugendmeisterschaften. Mitunter waren sie bei den Deutschen Meisterschaften vertreten. Im Folgenden deren Bestleistungen:

 

W.Szeitszam   Dreisprung: 12,43m    Hochsprung:    1,70m             Kugel (6 1/4kg): 11,75m

L.Schlundt       100m-Lauf: 10,8sec    Weitsprung:    6,72m

U.Hemberger  100m-Lauf: 11,3sec    Weitsprung:    6,66m             Kugel (5kg):        11,31m

R.Irmer           Ball (80g):   81,0m     Speerwurf (600g): 50,63m.

 

Ende der 50er Jahre findet das Prellballspiel im TVD Interesse. In der Anfangsphase wird Prellball sowohl von Männern und Frauen gespielt, in der Folge dann nur noch von Frauen. Am 24. April 1967 werden in Dittigheim die Kreiswaldlaufmeisterschaften durchgeführ. Der TVD stell dabei 34 Teilnehmer. Die Faustballmannschaft stellt 1968 und 1969 jeweils den Gaumeister in der Altersklasse.

 

ab 1970: Gerhard Spiesberger wird bei den Badischen Turnmeisterschaften 1971 in Oberkirch Jugendmeister im Schleuderballwerfen der B-Jugend, seine Siegerweite beträgt 46,48m. Seit 1970 kümmert man sich im Verein verstärkt um den Breitensport. So bildet sich eine Frauengymnastikgruppe, am 17. Oktober 1971 wird ein Volkswandertag durchgeführt. Angeregt durch diese sehr positiv angenommene Veranstaltung werden fortan jährliche Volkslaufveranstaltungen durchgeführt. So gibt es von 1972 bis 1976 den Taubertal-Volkslauf es DLV und von 1976 bis 1978 die IVV-Wandertage, Veranstaltungen, die von unzähligen Läufern und Wanderern as dem gesamten süddeutschen Raum besucht werden.

 

ab 1978: Das Faustballspiel erlebt einen Aufschwung, nachdem es in den Jahren zuvor lediglich noch zu Übungszwecken betrieben worden war. Mithilfe auswärtiger Spieler werden spielstarke Mannschaften gebildet, die in den Folgejahren in der Feldrunde dreimal und in der Hallenrunde fünfmal die Gaumeisterschaft erringen

 

Gaumesiter im Faustball 1979

 

1980 bestreitet man die Gaumeisterschaft in der Landesliga. Der Pokal des Main-Neckar-Turngaues konnte viermal gewonnen werden. 1985 kommt das Faustballspiel aufgrund des Spielermangels gänzlich zu Erliegen.

 

ab 1980: Auf Anregung von einzelnen Mitgliedern, das Leichtathletik-Sportabzeichen ablegen zu können, werden im Verein Prüfungs-Termine angeboten, die sehr starken Anklang finden. Die Sportabzeichen werden zunächst auf dem Sportgelände in Tauberbischosheim, nach Fertigstellung der eigenen Leichtathletikanlage 1981 auf dem Sportgelände des TVD. Ab diesem Zeitpunkt werden die Leichtathletik-Trainingsabende und der Besuch von Sportfesten wieder ein fester Bestandteil im Vereinsleben. 1980 werden 51 Sportabzeichen abgenommenen, 1986 sind es bereits 96.

1981 wird die Jedermann-Sportgruppe gegründet.

Die Ortsmeisterschaften gehören ab 1981 zum festen Bestandteil im Terminplan der Abteilung. Durch intensive Trainingsarbeit entwickeln sich wieder einige Talente, die besonders bei den Mehrkämpfen des Turnerbundes in Gau und Land von sich reden machen. Ab 1980 sind sie auf Landesmeisterschaften vertreten und Bärbel Klötzl erreicht zweimal hintereinander die Qualifikation zur Teilnahem an den Deutschen Meisterschaften. Die besten Ergebnisse bei den Landesmeisterschaften:

 

Sybille Kremer           A-Jugend         4-Kampf          3. Platz            1983 in Singen

Bärbel Klötzl              A-Jugend         4-Kampf          2. Platz            1985 in Rastatt

Anke Hellmuth            Frauen             3-Kampf          2. Platz            1986 in Heidelberg

Silke Gutrung              C-Jugend         Schleuderball    2. Platt            1985 in Rastatt

 

Der Verein erringt 1984 erstmals beim Bergfest des Main-Neckar-Turngaus in Boxberg den Fridolin-Försch-Wanderpreis. Um den Breitensport im TV noch weiter auszudehen, wird 1983 die Frauenseniorengymnastikgruppe gegründet. Ab 1976 erfährt der Prellball seinen Aufschwung, nachdem sich mehrer Jahre lang auf diesem Gebiet nichts mehr bewegt hatte. Die neu gebildete Mannschaft ist bei Spielen um die Landesmeisterschaft erfolgreich und kann bei Turnieren ordentlich punkten.

Prellballgruppe 1987

1986 gewinnen die Frauen in der Seniorenklasse die Badische Meisterschaft. Von den Gauturnmeisterschaften in Hardheim wird der Wanderpreis für die beste Vereinsmannschaft mit nach Hause gebracht, beim Waldenburger Bergfest wird der weiblichen A-Jugend der Wanderpreis der Stadt Waldenburg überreicht.

 

Mit Stand Mai 1987 fasst die seit 1975 zusammengeschlossene Abteilung Turnen/Leichtathletik folgende Gruppen: Kinderturnen, Leichtathletik/Schüler, Leichtathletik/Jugend, Leichtathletik/Aktive, Jedermannturnen, Frauengymnastik, Seniorengymnastik und Prellball. Die Faustballgruppe wurde ab 1983 aufgelöst.

Leichtathletik-Schüler 1987

 

Leichathletik Aktive und Jugend 1987

 

Heute (Mai 2009) existiert die Abteilung Turnen/Leichtathletik lediglich noch laut Vereinssatzung (Stand 1983). Die ehemals dieser Abteilung angehörigen Sportfreizeitgruppen haben sich im Laufe der vergangenen Jahre verselbständigt. Letzter Abteilungsleiter Hubert Schmitt hatte sich 2004 für das Amt des Abteilungsleiters, welches er 22 Jahre innehatte, nicht mehr aufstellen lassen. Seither ist diese Stelle im Verein unbesetzt.  Den Freizeitgruppen, die mitunter ihre sportlichen Aktivitäten dem allgemeinen Trendwandel angepasst hatten, steht jeweils ein Gruppenverantwortlicher vor. Gegenwärtig betreiben vom Minihandball über Badminton, Aerobic, Volleyball, Funktionsgymnastik, Prellball und Seniorensport wöchentlich 14 Freizeitgruppen aktiven Sport in der Turnhalle Dittigheim.

 

Die nachfolgenden Personen waren in führenden Positionen:

 

Abteilung Turnen:

Franz Hemberger        1937-1940, 1941-1942, 1946-1956

Ernst Seidenspinner     1940-1941

Ernst Hellmuth             1943-1944

Oskar Hemberger       1957-1974

 

Abteilung Leichtathletik:

Karl Irmer                   1948-1956

Oskar Hemberger       1957-1974

 

Abteilung Turnen/Leichtathletik:

Kurt Wöppel               1975-1982

Hubert Schmitt            1983-2004

 

Übungsleiter 1987:

Anke Hellmuth, Jutta Hellmuth, Elvira Progl, Ulla Schmitt, Bruno Gehrig, Oskar Hemberger, Georg Hönninger

 

zusammengestellt am 16.05.09 / Dieter König