M-VL: Gibt der Auswärtspunkt der HSG weiteren Auftrieb?

Am Sonntag, um 18.00 Uhr, erwartet die HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim in der Grünewaldhalle den TV Neuthard. Die Gäste waren durchaus erfolgreich in die Verbandsligarunde gestartet und mussten bisher nur gegen die beiden Absteiger aus der Badenliga und Topfavoriten auf die Meisterschaft, HC Neuenbürg und TSV Rot, Punkte lassen. Das Restprogramm gestaltete die Mannschaft aus dem Kreis Karlsruhe durchweg erfolgreich. Allerdings fielen die Siege in Ispringen und Ettlingen/Bruchhausen mit nur einem Tor Differenz denkbar knapp und durchaus glücklich aus. Doch das stört die Gäste wenig. Mit aktuellen 10:4 Punkten liegen sie auf dem dritten Tabellenplatz und möchte diese Position natürlich mit einem weiteren doppelten Punktgewinn verteidigen. Entsprechend selbstbewusst treten sie die Reise ins Taubertal an und rechnen sich aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs durchaus Siegchancen aus.

Doch die HSG ist damit sicher nicht einverstanden. Die Mannschaft konnte in dieser Runde ihr Potential nur phasenweise aufblitzen lassen, doch gerade beim letzten Punktgewinn in Langensteinbach sah Trainer Sigi Schneider positive Ansätze. Die Mannschaft zeigte Moral und überzeugte sowohl kämpferisch als auch spielerisch mit einer starken Leistung. Lediglich in der Schlussphase fehlte ihr etwas die Kaltschnäuzigkeit, als sie nach einer drei Tore Führung noch 16 Sekunden vor dem Schlusspfiff den Ausgleich hinnehmen musste.

Dennoch hat der Teilerfolg in Langensteinbach das Selbstvertrauen der HSG weiter gefestigt. Wenn der Mannschaft am Sonntag ein ähnlich starker Auftritt gelingt, dann sollte auch einem Erfolg gegen Neuthard nichts im Wege stehen. Schließlich wollen die Gastgeber ihre Heimbilanz aufbessern. Da stehen den zwei Erfolgen über Ispringen und Walzbachtal auch zwei Niederlagen gegen Dossenheim und Neuenbürg gegenüber.

Allerdings dürfen die Taubertäler nicht den Fehler begehen, diesen Gegner zu unterschätzen. Nur wenn sie sich in Bestform präsentieren haben sie Chancen auf einen Erfolg. Dazu müssen sie wie letzte Woche vom Anpfiff weg mit Leidenschaft, Kampfgeist und mannschaftlicher Geschlossenheit zu Werke gehen.

Ein Favorit drängt sich für diese Begegnung nicht auf. Vielleicht haben die Grün-Weißen aufgrund ihres Heimrechts einen kleinen Vorteil, doch auch die Gäste wollen mit einem starken Fanblock anreisen.

Personell kann Trainer Sigi Schneider voraussichtlich wieder fast auf den kompletten Kader zurückgreifen. Besonders wichtig ist, dass Keeper Daniel Rakovic wieder mitwirken kann./ Berthold Freund