
Spiele am Sonntag bleiben in der Spielzeit 2025/2026 für die HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim Kryptonit. Vor allem die ersten 30 Minuten kosten den Taubertal-Handballern den Sieg – das Comeback nach gut 45 Minuten beginnt zu spät.
Da wäre mehr drin gewesen. Bitter. Unnötig. Oder auch: Ein Sinnbild für die bisherige Saison der HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim. Die Vorzeichen vor der letzten Auswärtsfahrt der Spielzeit standen an sich gut. Der Heimsieg gegen die HSG Marbach-Rielingshausen (39:32) vor der Oster-Pause war die gewünschte Reaktion auf den zuvor desolaten Auftritt in Horkheim und auch der Blick auf das Hinspiel gegen den SV Salamander Kornwestheim 1894 3 machte Mut. Als die Drittliga-Reserve Anfang Dezember 2025 im Taubertal gastierte, erkämpfte sich die Knötgen-Truppe einen 30:27-Sieg.
Tiefschlafphase nach 10 Minuten
Und tatsächlich lieferte die HSG eine vielversprechende Anfangsphase ab – trotz der unliebsamen Anwurfzeit am Sonntag. Bendix Block und Samuel Hilpert brachten die HSG mit 1:0, 2:1, 3:2, 4:3, 5:4 und 6:5 in Führung – die dritte Mannschaft der Lurchis konnte vorerst lediglich mitziehen. Wie jedoch leider so oft in der ablaufenden Spielzeit, folgte für die Taubertal-Handballer auf eine gute Phase eine destruktive Spielfortsetzung. Innerhalb von etwas mehr als 2 Minuten sicherten sich Kornwestheim 3 einen 4:0-Lauf und beim 6:9 lag die HSG erstmals deutlich im Hintertreffen. Das Fehlerbild der Gäste war nur zu bekannt: schnelle Abschlüsse im Angriff ohne jegliche Vorbereitung, Ballverluste, technische Fehler und keinerlei Zugriff im Defensivverbund. Stefan Knötgen war damit in der 18. Minute beim Stand von 7:12 zu einer ersten Auszeit gezwungen.
Seine Mannen berappelten sich und schlossen zumindest beim 9:12 und 10:13 auf einen Drei-Tore-Rückstand auf. Und wieder zeigte sich die HSG-Problematik. Kurze Phasen der Aufholjagd folgten kollektiven Ausfallerscheinungen – wodurch die Lurchis immer wieder die eigene Führung aufpolieren durften. Zu allem Überfluss kehrte mit gleich zwei verworfenen 7-Meter-Strafwürfen eine alte Problematik zurück – beim 15:19 wurden die Seiten gewechselt.
7:1-Lauf und keine Belohnung
Die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit änderten am Geschehen – und vor allem am Spielstand – nichts. Die zweite Reserve der Drittliga-Handballer aus Kornwestheim verwaltete die Führung und die HSG suchte händeringend nach einer Lösung. Dennoch lagen die Knötgen-Handballer in der 45. Minute – zur nächsten Auszeit der HSG – weiterhin mit 25:31 zurück. Und plötzlich platzte der Knoten! Über gut acht Minuten kassierten Koper, Hilpert und Co. nur einen Gegentreffer und steuerten gleichzeitig sieben Tore bei. In der 53. Minute war es erneut Bendix Block, der zum 32:32 ausgleichen sollte. Doch hatten die Lurchis stets eine Antwort parat – und die HSG schaffte es abermals nicht sich für die eigene Leistung zu belohnen. Am Ende steht ein großer Kampf zum Ende der zweiten Halbzeit und dennoch eine ernüchternde 36:37-Niederlage.
Der Traum vom siebten Platz ist mit dieser Niederlage ausgeträumt – zudem ist die HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim zurück auf dem letzten Platz der Tabelle. Mit einem Sieg am letzten Spieltag gegen die HSG Strohgäu wäre es noch möglich, auf den achten Platz zu kommen – hierzu dürften jedoch die Lurchis ihrerseits nicht gegen den TV Flein 2 punkten. Für den neuen Platz reicht der HSG ein Unentschieden, da man den direkten Vergleich gegen die HSG Marbach-Rielingshausen auf seiner Seite hat.
