HSG-Heimsieg zu Nikolaus

Zum 06. Dezember und damit dem Nikolaus-Feiertag beschenkt sich die HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim mit dem lang ersehnten zweiten Saisonsieg. Bereits zu Beginn der Partie war im Taubertal klar, dass am siebten Spieltag Zählbares zu holen war.

Nach sechs Spielen blickte die HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim auf eine wenig zufriedenstellende Bilanz zurück. Lediglich aus den ersten beiden Spielen der Saison konnten mit einem Sieg und einem Unentschieden Punkte mitgenommen werden. Leistungsgerecht lagen die Grün-Weißen demnach auf dem ernüchternden letzten Tabellenplatz, wobei die Formkurve mit Blick auf den zurückliegenden Auftritt im Marbach-Rielingshausen klar nach oben zeigte.

HSG legt früh vor

Phasenweise konnte HSG-Trainer Stefan Knötgen bereits gegen die HSG Marbach-Rielingshausen zufrieden sein. Die Abwehr seiner Truppe stabilisierte sich immer wieder und im Angriff zeigte die Bezirksoberliga-Mannschaft zeitweise sehenswerten Handball. Das Problem in der Vorwoche war jedoch, dass diese guten Phasen stets nur bis zum Unentschiedene erhielten und dem Gegner bei ausgeglichenem Spielstand stets wieder die Führung übergeben wurde. Gegen den SV Salamander Kornwestheim 3 sollte sich ein derartiger Spielfilm gar nicht erst ereignen können, denn die HSG gab von Beginn an den Ton an.

Nach einer kurzen Abtastphase und dem 2:2 nach fünf Minuten brachten Fabian Hintzsche, Raphael Koper und Bendix Block die HSG mit einem 4:1-Lauf mit 6:3 in Führung. Eine derartige Situation wurde zuletzt im Taubertal schmerzlich vermisst, abgesehen von den Anfangsphasen der ersten beiden Saisonspiele, startete die HSG stets mit Rückständen. An diesem Umstand war zu merken, dass trotz der Führung bei den Taubertal-Handballern noch eine gehörige Portion Unsicherheit mitspielte, denn für weitere knapp sechs Minuten gelang nach dem 6:3 kein Treffer mehr. Teuer wurde diese Schwächephase jedoch nicht, denn sie beschränkte sich auf die Offensive, in der Defensive zeigte die Kntögen-Truppe weitere eine geschlossene Einheit – zusammengenommen gelang den Gästen aus Kornwestheim zwischen der 7. und 16. Minute lediglich ein Treffer.

Nach dem 6:4-Anschlusstreffer wachte auch der HSG-Angriff wieder auf. Es zeigte sich den Zuschauern der Grünewaldhalle bis zum Halbzeitpfiff ein recht offener Schlagabtausch, wobei der Vorsprung stets bei zwei oder drei Toren konstant bleiben sollte. Nach gut 20 Minuten manifestierte sich die zunächst stärkste Phase der “Lurchis”, die auf einen Rückstand von 9:10 verkürzten. Zur Stelle waren in der Folge jedoch Samuel Hilpert und Sebastian Englert, die mit ihren Toren auf 12:9 und damit zurück auf die Drei-Tore-Führung stellten.

HSG belohnt sich

Über den weiteren Spielverlauf zeigte sich der Spielverlauf immer wieder in diesen Wellen. Direkt nach Anpfiff der zweiten Halbzeit zog die HSG auf 15:11 davon, beim 15:13 wenig später sah es wieder eng aus. Die Nerven bei den Grünen hielten jedoch, über die Spielstände 19:15 (40.), 23:20 (49.) und 27:24 (55.) zog die Partie in die finalen Minuten ein. Die Gewissheit wuchs, dass die zwei Punkte im Taubertal bleiben sollten und spätestens mit dem 30:26 bei nur noch knapp 90 Sekunden auf der Uhr war auch der letzte Zweifler überzeugt. Nach mehreren Wochen auf der Suche nach der eigenen Form und teilweise blutleeren Auftritten gewinnt die HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim wieder ein Spiel und meldet sich damit im Ligabetrieb zurück!

“Der Sieg heute tut natürlich gut – wobei das “Wie” deutlich wichtiger ist für mich. Wir waren über nahezu 60 Minuten präsent in der Abwehr und im Angriff in den entscheidenden Momenten eiskalt. Das hat uns zuletzt gefehlt, endlich haben wir uns den verdienten Lohn nicht nehmen lassen”, summiert nach dem Spiel Stefan Knötgen.

Aus der Misere ist die Knötgen-Truppe jedoch damit zweifelsfrei noch lange nicht. Mit einer Bilanz von 5:9-Punkten nach sieben Spielen verlässt die HSG das Tabellenende und kann sich zumindest vorerst Tabellen-Neunter nennen. In der kommenden Woche gastieren die Taubertal-Handballer bei der HSG Strohgäu und damit beim nächsten direkten Konkurrenten im Tabellenkeller.

HSG-Heimsieg zu Nikolaus