
Möchte die HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim in der aktuellen Spielzeit noch eine Rolle spielen, steht ein erstes kleines Endspiel bevor. Zu Gast beim TV Tamm wird sich zeigen, ob noch ein Fünkchen die Aufholjagd auflodern lassen kann.
Die jüngste Niederlage der HSG beim Tabellenzweiten zeigte so einiges auf. Zum einen verloren die Taubertal-Handballer gegen eine Top-Mannschaft der Liga, jedoch am Ende durchaus knapp. Zumindest zeitweise war die Knötgen-Truppe auf Augenhöhe und mindestens für knapp zehn Minuten hatten Koper, Hilpert und Co. sogar die Überhand. In der Endabrechnung spielt das keine Rolle, denn die Punkte blieben in Mosbach, womit die schlussendliche Erkenntnis manifestiert wurde: Wenn die HSG noch eine Rolle in der durchaus engen Gruppe 1 der Bezirksoberliga spielen möchte, wird es genau jetzt Zeit den Schalter umzulegen.
Auch dem letzten Träumer im Taubertal dürfte mittlerweile bewusst sein, die HSG steckt bis zum Stehkragen im Abstiegskampf – erneut. Der nächste Gegner ist mit dem TV Tamm ein direkter Konkurrent im Tabellenkeller, mehr noch, es ergibt sich eine echte Chance zu einem ordentlichen Satz für die HSG. Denn auf der Habenseite der unschönen Situation steht, dass die Liga wahnsinnig eng zusammensteht. Mit einem potenziellen Sieg in Tamm, könnte die HSG gleich zwei Plätze in der Tabelle gut machen. Dies nur unter der Prämisse, dass der SV Salamander Kornwestheim 3 beim Tabellendritten aus Horkheim nicht gewinnt. Hierbei schwingt durchaus viel theoretisches Zahlenspiel mit, jedoch ist das bereits so früh in der Rückrunde bitter nötig. Denn klar ist, aktuell liegt die Tabelle gerade im unteren Drittel so nah beieinander, jede Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten wird dadurch jedoch doppelt teuer. Offensichtlich ist nämlich auch, dass der TV Tamm mit einem Erfolg mit neun Punkten geradewegs in das Mittelfeld der Liga stolzieren könnte.
Personell zehrt die Knötgen-Truppe an der Jahreszeit und den bekannten Verletzungen. Neben den Langzeitausfällen, konnten unter der Woche krankheits- oder verletzungsbedingt Fabian Hintzsche, Raphael Koper und Mattis Reinholdt nicht am Trainingsbetrieb teilnehmen. Zudem fehlten Luca Bauer, Christian Gluhak und Samuel Hilpert. Erfreulich ist dem entgegen die Rückkehr von Bendix Block und voraussichtlich Jost Ploeger. Der Leitgedanke wird jedoch beim Stichwort “Zusammenrücken” bleiben. Mit großartiger Hilfe aus den eigenen Reihen steht ohne große Umschweife ein erstes gar nicht so kleines Endspiel für die HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim an.
