HSG weiter in der Krise

Mit einem rabenschwarzen Auftritt geht die HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim gegen die Reserve des TSB Horkheim phasenweise komplett unter. Fehlender Zugriff in der Defensive, passives Verhalten in entscheidenden Situation reihte sich an das mitunter bis dato schlechteste Offensiv-Verhalten.

Nach der 21:30-Niederlage gegen die TSB Horkheim 2 bleibt wenig Spielraum für Argumentationen. Ähnlich deutlich wie die Niederlage ausfällt, war der Unterschied zwischen der Drittliga-Reserve und der HSG. Bereits in den ersten Minuten waren die Probleme der Knötgen-Truppe offensichtlich. Verunsichert von frühen Zeitstrafen fehlte der defensive Zugriff, im Angriff fanden die Taubertal-Handballer kein Mittel gegen die handfest agierende TSB-Abwehr.

Phasenweise bog bereits innerhalb der ersten Halbzeit das Spiel in Richtung Vorentscheidung ab, doch aus dem 7:13 machte ein einigermaßen vielversprechender Schlussspurt ein versöhnliches 10:14 zum Pausenpfiff. Valentin Esser verkürzte nach Wiederanpfiff zum 11:14 und damit zum ersten Drei-Tore-Rückstand seit der 14. Minute (5:8). Nach dem ersten Treffer der zweiten Halbzeit kippte das Geschehen jedoch endgültig in Richtung der Gäste. Mit einem 6:0-Lauf erhöhte die Mannschaft von Marc Weipert und Michael Wagner bis zur 41. Minute auf 20:11 – die HSG war zu diesem Zeitpunkt augenscheinlich bereits geschlagen.

Nach einer Auszeit von Stefan Knötgen stabilisierte sich die HSG in der Defensive und startete zumindest zeitweise vielversprechende Ansätze im Angriff – wie jedoch die gesamte Partie über scheiterten jegliche Versuche in Richtung einer Aufholjagd an der desolaten Abschlussquote. Die TSB-Reserve spielte die restliche Spielzeit clever herunter und verwaltete die Führung. Die Partie endete mit 21:30 und der damit bisher höchsten Niederlage der laufenden Saison.

Torschützen: HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim: Block (8), Hilpert (3), Englert (2), Hintzsche (2), Maier (2), L. Bauer (1), Esser (1), Ploeger (1), Reinholdt (1), Dürr, Gluhak, Koper, Popp

HSG weiter in der Krise - Credit: Moritz Rogler