
Die Formkurve der HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim zeigt mit dem letzten Auftritt in Marbach-Rielingshausen klar nach oben – wenn auch in der Endabrechnung zuletzt erneut eine Niederlage zu Buche stand. Als nächster Gegner kommt der Achte der Tabelle, der SV Salamander Kornwestheim 1894 3, ins Taubertal.
Der SV Salamander Kornwestheim bietet im Leistungsbereich Handball bis in die 3. Liga an, zu Gast am kommenden Samstag in der Grünewaldhalle ist die Dritt-Vertretung des Vereins. Wie es sich für einen ordentlichen Unterbau gehört, sind “Die Lurchis” in der dritten Mannschaft mit jungen hungrigen Talenten gespickt und gleichermaßen mit erfahrenen Haudegen ausgestattet. Mit 6:8-Punkten liegt der Drittliga-Nachwuchs aktuell auf dem achten Platz der Tabelle der Bezirksoberliga Neckar-Franken und ist damit drei Punkte und zwei Plätze vor der HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim angesiedelt.
Zuletzt musste die Mannschaft von Robin Reinhard gegen den TSV Bönnigheim 2 (41:42) und die Handballregion Bottwar SG 2 (14:18) Niederlagen einstecken – die November-Bilanz ist dennoch beachtlich, denn zuvor gab es gegen den TV Tamm (26:21) und den TV Mosbach (30:25) zwei Siege. Merkmal dieser zwei Siege, neben dem Erfolg gegen die HSG Marbach-Rielingshausen (25:23) am zweiten Spieltag, ist deutlich die Spielstätte. Jeder der drei Saisonsiege gelang den Lurchis in der eigenen Halle, auswärts konnte die Nachwuchs-Mannschaft noch keinen Punkt holen. Überraschend ist das ebenfalls nicht, denn ebenfalls wie es sich für eine Unterbau-Truppe gehört, können bei Heimspielen die jungen Talente in mehreren Mannschaften auflaufen – auswärts ist der Kader meist dünner. Lion Morcher trifft dieses Schicksal zwischen den Teams offensichtlich – mit erst drei Partien auf dem Konto ist der Spieler viertbester Torschütze der Bezirksoberliga-Mannschaft. Simon Blasitzke läuft ebenfalls gleichzeitig für die zweite Mannschaft der Lurchis in der Landesliga auf und konnte daher für die dritte Mannschaft erst vier Partien machen.
Wundertüte als Chance
Die HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim erwartet demnach am siebten Spieltag eine echte Wundertüte, was jedoch eher als Chance zu verstehen ist. Ungeachtet der Konstellation und des Kaders des bevorstehenden Gegners muss die HSG die volle Aufmerksamkeit auf die eigenen Reihen und die eigene Leistung legen. Im vergangenen Auswärtsspiel bei der HSG Marbach-Rielingshausen hat die Knötgen-Truppe phasenweise sehenswerten Handball auf die Platte gebracht und ist nach Rückständen immer wieder herangekommen. Diese Moral braucht es auch im Heimspiel – mit einer minimierten Fehlerquote im Gepäck ist dann der bereits langersehnte nächste Erfolg durchaus möglich. Die knallharte Realität zeigt sich jedoch ebenfalls im jüngsten Auftritt, denn den guten Phasen haben sich immer wieder auch schwache Minuten angereiht. Die Leistung muss über 60 Minuten stimmen.
