
Die HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim zeigte im Spiel gegen die HSG Marbach-Rielingshausen die geforderte Reaktion. Noch wichtiger war, dass sich die Taubertal-Handballer für die eigene Leistung belohnen konnten.
Derart zufrieden war HSG-Trainer Stefan Knötgen nach einem Spiel womöglich die gesamte Saison noch nicht. Die Taubertal-Handballer zeigten über beinahe 60 Minuten eine außerordentlich konzentrierte und konsequente Leistung. Gerade die erste Viertelstunde legte den Grundstein für den nie wirklich gefährdeten Sieg. Auf das 5:2 (7.) folgte das 9:5 (14.) – der einzige Vorwurf in der Anfangsphase war, dass man den Gegner nicht gänzlich abschütteln konnte. Die HSG Marbach-Rielingshausen war behäbig im Angriff und kam vor allem immer wieder über Kreisanspiele zu Torerfolgen. So stand es nach 20 Minuten “nur” 12:10, anders als so oft in der ablaufenden Spielzeit machte sich bei den Grün-Weißen jedoch keinesfalls Nervosität breit. Im Gegenteil, mit Fokus auf den Handlungen, die zum Erfolg führten, setzte sich die HSG bis zum Halbzeitpfiff bis auf 18:13 ab.
Die Lehren aus der ersten Halbzeit waren schnell zusammengefasst. Aus einer konzentrierten Abwehr heraus machte der HSG-Tempohandball dem Gegner Probleme, im Positionsangriff ging es über die Breite und allgemein einen schnellen Ball mit wenig Eins-gegen-Eins. Der zweite Durchgang knüpfte nahtlos an die gezeigte Leistung an, in der 33. Minute erhöhte Raphael Koper für die heimische HSG auf 20:14, Jonathan Dürr schraubte die Führung in der 35. Minute folglich auf 22:15. Das Spiel steuerte deutlich in Richtung Vorentscheidung – und offensichtlich wollten das die Taubertal-Handballer so früh in der Partie nicht. Ebenfalls wie bereits öfter in der Saison gezeigt, folgte eine unerklärliche Schwächephase und so holte die unbeeindruckt kämpfende HSG Marbach-Rielingshausen bis in die 40. Minute auf 23:20 auf. Den Drei-Tore-Rückstand verkürzten die Gäste bis in die 47. Minute stets auf zwei Tore, jedoch sollten die Nerven in Tauberbischofsheim und Dittigheim Drahtseilen gleichen.
In den finalen zehn Minuten der Partie holte sich die HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim dann doch die Vorentscheidung. Nach dem 28:25 ging es bis in die 53. Minute auf 32:26 hoch. Marbach-Rielingshausen versuchte im Endspurt mit einer offensiven Abwehr den Druck zu erhöhen, das ging jedoch nach hinten los. Die Knötgen-Truppe agierte ballsicher, agil und mit viel Spielwitz – so wurde die offene Abwehr recht effizient überlaufen. Mit dem Sieg verlässt die HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim das Tabellenende.
