HSG vor schwieriger Aufgabe

Er wird in Malschenberg wieder dabei sein, Simo Suihkonen (Bild:Jutta Muck)
Er wird in Malschenberg wieder dabei sein, Simo Suihkonen (Bild:Jutta Muck)
Spitzenreiter HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim beim direkten Verfolger TSV Germania Malschenberg

Zum nächsten Topspiel der Landesliga Gruppe Nord reist Spitzenreiter HSG Dittigheim/ Tauberbischofsheim am Sonntag zum direkten Verfolger TSV Malschenberg. Beide Teams waren mit dem Ziel in die Saison gestartet, einen gesicherten Platz im vorderen Mittelfeld zu erreichen. Inzwischen hat sich die Situation sogar positiver gestaltet. Sowohl die Gastgeber als auch die Gäste haben sich seit Rundenbeginn von Spiel zu Spiel gesteigert und zählen inzwischen zum Kreis der Titelanwärter. Beide Trainer nehmen das Wort „Meisterschaft“ bisher nicht in den Mund, ein Blick auf die Platzierungen spricht allerdings eine deutliche Sprache.

Die HSG ist inzwischen seit acht Spielen ungeschlagen und führt mit aktuell 17:3 Punkten die Tabelle an. Direkt dahinter rangiert Malschenberg mit 16:4 Zählern auf Rang zwei. Dennoch lassen sich die beiden Kontrahenten dadurch nicht unter Druck setzen, vielmehr genießen sie ihren positiven Lauf. Beide Teams sprühen regelrecht vor Selbstvertrauen und gehen selbstbewusst und mit breiter Brust in diese Partie. Entsprechend können die Zuschauer ein interessantes und spannendes Handballmatch erwarten, bei dem wohl die jeweilige Tagesform über Sieg und Niederlage entscheiden wird.
Die Spielgemeinschaft aus Dittigheim und Tauberbischofsheim hatte zu Rundenbeginn einen großen personellen Umbruch zu verkraften, keine leichte Aufgabe für Trainer Martin Keupp. Inzwischen hat sich die Mannschaft trotz ständiger Verletzungsprobleme zu einer homogenen Einheit zusammengefunden, die mit ihrem Zusammenhalt und ihrer Spielfreude die Fans mitreißt und begeistert. Darin liegt sicher der Schlüssel des Erfolgs.
Eine ähnliche Entwicklung nahm auch der TSV Malschenberg. Letztes Jahr kämpfte die Mannschaft lange um den Klassenerhalt in der Landesliga, schaffte am Ende aber mit 18:22 Punkten noch Tabellenrang sechs. Diese positive Entwicklung ging in dieser Saison weiter und zeigt durchaus Parallelen zur HSG. Erst letzte Woche setzten die Gastgeber ein deutliches Signal und erspielten sich beim starken TV Mosbach einen klaren 27:19 Erfolg. Dennoch versucht TSV-Trainer Christian Ruß, die Gäste in die Favoritenrolle zu drängen. Die „Grün-Weißen“ lassen sich dadurch jedoch nicht blenden. Sie fahren sicher nicht nach Malschenberg, um dort kampflos die Punkte liegen zu lassen, sie wissen aber auch dass sie dort eine Mammutaufgabe erwartet. Falls es der HSG gelingt ihre zuletzt gezeigten Leistungen zu kompensieren bleibt dem Team durchaus die Chance, etwas Zählbares mitzunehmen. Anpfiff der Partie ist am Sonntag, um 18.00 Uhr
Personell kann Trainer Martin Keupp ziemlich aus dem Vollen schöpfen. Fragezeichen stehen nur noch hinter dem Einsatz von Dominik Gärtner und Thomas Keupp, die beide noch etwas angeschlagen sind. Mitwirken wird auf alle Fälle wieder Simo Suihkonen

Bericht: Berthold Freund